DIE INSEL SV. JEROLIM
Sv. Jerolim ist eine kleine Insel des Nationalparks Brijuni im Fažana-Kanal, zwischen der istrischen Küste und den großen Brijuni-Inseln. Sie misst 12,62 Hektar, hat 1,51 km Küste und ist nur 18 Meter hoch. Trotzdem bietet sie Kiesstrände, klares Wasser zum Schnorcheln, einen kurzen Naturlehrpfad und viel Geschichte.
Das erwartet Sie auf der Insel.
STRÄNDE & SCHNORCHELN
Direkt neben dem Anleger liegt ein Kiesstrand mit flachem Bereich, wo Kinder unter Aufsicht der Eltern baden und schnorcheln. Ein zweiter Kiesstrand liegt im Süden der Insel, ein Felsstrand im Norden. Alle drei eignen sich gut zum Baden, und jeder hat einen ruhigen Bereich für Kinder.
Für geübte Schnorchler gibt es zwei Routen. Der Blaue Weg beginnt am südlichen Kiesstrand und führt entlang der Küste zum grünen Leuchtturm. Der Orange Weg führt vom Felsstrand im Norden zum Kiesstrand. Vorsicht an der Nordostseite der Insel: Dort kann die Strömung stark sein.
Alle Strände und Routen zeigt unsere Inselkarte von Sv. Jerolim.
DER LEHRPFAD
Ein 800 Meter langer Lehrpfad führt vom Ufer zum höchsten Punkt der Insel, mit schönem Blick über den Fažana-Kanal und die Brijuni-Inseln. Unterwegs erzählen Infotafeln von Pflanzen, Tieren und Geschichte der Insel.
PFLANZEN DER INSEL
In der Pflanzenvielfalt liegt Sv. Jerolim auf Platz drei im Archipel, gleich nach den viel größeren Inseln Veliki und Mali Brijun. Macchia und Garrigue bedecken die Insel, dazu Pinien und Zypressen, die vor etwa hundert Jahren gepflanzt wurden. Hohe Steineichenwälder gibt es hier nicht, daher wachsen Mastix, Myrte, Steinlinde, Lorbeer und Steineiche als Sträucher.
Am farbenprächtigsten ist die Insel im Frühling und Frühsommer, wenn Tazetten, Malven, Mauerpfeffer und Affodill blühen. Ihre seltenste Pflanze ist das Diss-Gras, das bis zu zwei Meter hoch wird. In der nördlichen Adria wurde es bisher nur auf dieser Insel nachgewiesen.
TIERE DER INSEL
Am ehesten begegnen Sie Seevögeln, bestäubenden Insekten und Eidechsen. Die Reste alter Steinbrüche sind ideale Sonnenplätze für die Ruineneidechse, und die duftenden Pflanzen ernähren fast das ganze Jahr Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge. Auf manchen Wiesen mäht der Park seltener, damit die Blüten diese Bestäuber ernähren.
Häufigster Vogel ist die Mittelmeermöwe, die im Frühling auf der Insel brütet. Gut möglich, dass Sie auch die Krähenscharbe sehen, einen streng geschützten Seevogel. Auf Brijuni lebt eine ihrer größten Kolonien in der Adria, und die kleinen Inseln sind wichtige Brutplätze. Auf der Insel lebt nur eine Schlangenart, die Gelbgrüne Zornnatter. Keine Sorge: Sie ist ungiftig und völlig harmlos.
GESCHICHTE
Der Fažana-Kanal zwischen Brijuni und Festland ist 9,2 km lang, bis zu 4,5 km breit und bis zu 36 m tief. Im Mai 1379 lieferten sich hier die Flotten Genuas und Venedigs eine Seeschlacht, zwischen Sv. Jerolim und der Nachbarinsel Kozada. Der genuesische Befehlshaber Luciano Doria fiel, doch seine Flotte erbeutete 15 venezianische Schiffe und siegte.
Fünf Jahrhunderte später, als Pula Hauptkriegshafen Österreich-Ungarns wurde, diente der Kanal als äußerer Ankerplatz der Flotte. Dreifache Stahlnetze zwischen Inseln und Festland sperrten ihn für feindliche Schiffe. Ihre eisernen Halterungen sieht man noch heute am Ufer von Sv. Jerolim.
WISSENSWERT
Geschäfte gibt es auf der Insel nicht, aber neben dem Anleger eine Strandbar mit Wasser, Eis, Kaffee, Erfrischungsgetränken, Bier, Wein, Spirituosen und Snacks. Die Toilette ist direkt neben der Strandbar.
Gäste unserer Tour zahlen für Sv. Jerolim eine ermäßigte Parkgebühr, fast die Hälfte des regulären Tageseintritts. Sie wird bar direkt an den Park gezahlt und ist nicht im Tourpreis enthalten.
BESUCH AUF SV. JEROLIM
Auf unserer Swim & Snorkel Brijuni Tour fahren wir zuerst rund um die Inseln des Nationalparks und setzen Sie dann am Anleger von Sv. Jerolim ab, für etwa zweieinhalb Stunden Freizeit. Sie bekommen Maske und Schnorchel, und an Bord zeigen wir Ihnen die Inselkarte. Die Tour dauert fünf Stunden, vom 1. Juni bis Ende September.
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